Wir haben Antworten auf alle Ihre Fragen.
Symbole erklärt und darauf achten
Achten Sie auf die blauen Symbole, welche Räume signalisieren, in denen eine Höranlage installiert sind.
T-Spulen-Anlagen
T-Modus ist das häufigste Piktogramm. Der Empfang des Direkttons über die Hörhilfen, welche über eine Programmtaste an der Hörhilfe verfügen, werden in den sogenannten Telefon-Spulen Modus (T-Spule)umgestellt wurden.
In Räumen mit einer Induktionsanlage aktivieren Sie immer die T-Spule Ihrer Hörhilfe.
Funkanlagen
Bei Funk- oder Induktionsanlagen können Sie an der Rezeption oder an der Kasse ein tragbares Gerät mit einer Halsschleife erhalten, welches die Signale auf ihre Hörhilfe überträgt.
Infrarotanlagen
In seltenen Fällen wird der Direktton über Infrarotlicht an ein kleines tragbares Gerät mit einer induktiven Halsschleife übertragen. Dieser Empfänger ist an der Rezeption oder an der Kasse erhältlich.
Falls in unserem Verzeichnis keine Raumpläne der Höranlage aufgeschaltet und keine Bewertungen vorhanden sind, fragen Sie am besten an der Rezeption oder an der Kasse, wo die Höranlage den besten Empfang bietet.
Unsere Höranlagen Tester:innen und Messtechniker prüfen laufend Höranlagen in der ganzen Schweiz und dokumentieren die Messresultate in unserem Verzeichnis. So können Sie im Höranlagenverzeichnis sehen, wann die letzte Messung stattgefunden hat, wie gut die Anlage funktioniert hat. Oft finden Sie auch weitere nützliche Hinweise und Raumpläne, zum Beispiel, wo der der Empang am besten funktioniert.
Wenn Sie eine Höranlage selbst genutzt haben oder regelmässig nutzen, können Sie in unserem ihre Bewertung(en) hinterlassen, die wiederum für andere Hörgerätetragende nützlich sind. Gut funktinierende Anlage mit guten Bewertungen helfen am Ende allen. Und bei schlechten Bewertungen erhalten wir einen Anhaltspunkt, diese Anlage erneut zu prüfen und mit dem Anlagenbetreiber Verbesserungen zu besprechen.
Ein Cochlea-Implantat kurz CI ist eine Hörprothese, die Menschen mit schwerem bis hochgradigem Hörverlust dabei hilft, Schall wahrzunehmen. Es besteht aus zwei Hauptkomponenten: einem externen Audioprozessor und einem implantierten Teil mit einer Elektrodenträger, der in die Cochlea eingeführt wird.
Der Audioprozessor nimmt Schall auf, wandelt ihn in elektrische Signale um und sendet sie drahtlos an das Implantat. Dieses stimuliert dann direkt den Hörnerv, indem es elektrische Impulse an die Elektroden in der Cochlea weiterleitet. Dadurch wird das Gehirn in die Lage versetzt, Schallinformationen zu verarbeiten.
Auch das CI hat eine integrierte Telefonspule wie das Hörgerät.
Im Prinzip sind alle Hörgeräte gleich aufgebaut. Trotzdem sind die Qualitätsunterschiede beim Klangempfinden und Sprachverstehen von Gerät zu Gerät sehr unterschiedlich. Dabei kann man sagen: Je hochwertiger das jeweilige Hörgerät, desto natürlicher ist auch das Hörerlebnis. Das kommt daher, dass hochwertigere Geräte auch Funktionen wie Bandbreite, automatische Lautstärkeregelung, Lärm-Management und Rückkopplungsunterdrückung haben. Einiges davon bieten auch schon Geräte der Einsteigerklasse, aber nicht alle Funktionen in voller Kombination.
Moderne Hörgeräte haben immer auch eine Vielzahl an Personalisierungsoptionen und die Möglichkeit, sich drahtlos (Telefon-Spule, Funk und neu über Bluetooth) mit einer ganzen Reihe von externen Geräten, wie beispielsweise Mobiltelefonen, zu verbinden. Dabei finden Sie die fortschrittlichste Technologie immer in den neueren Hörgerätemodellen. Natürlich haben diese Verbesserungen ihren Preis. Es gibt aber Hörgeräte für jeden Geldbeutel. Wenn Sie also heute jemand fragt, wie funktioniert ein Hörgerät, dann kann man mit Fug und Recht sagen: Wie ein Hörcomputer.
Binaurales Hören bezeichnet die Fähigkeit, mit beiden Ohren gleichzeitig zu hören. Dadurch kann das Gehirn Schallquellen lokalisieren, Geräusche räumlich wahrnehmen und Sprache besser aus Hintergrundlärm herausfiltern.
Binaurales Hören ist essenziell für das räumliche Hören und verbessert die Sprachverständlichkeit, insbesondere in lauten Umgebungen.
Monaurales Hören bedeutet, dass eine Person nur mit einem Ohr hört oder dass ein Schallsignal nur an ein Ohr geleitet wird. Dies kann entweder angeboren sein, durch einen Hörverlust auf einem Ohr entstehen oder durch Krankheit oder Unfall.
Während binaurales Hören für räumliche Orientierung und Sprachverstehen essenziell ist, können Menschen mit monauralem Hören Strategien erlernen, um sich trotz der Einschränkungen gut zurechtzufinden.
Hinter-dem-Ohr-Hörgerät (HdO)
Diese Geräte sitzen hinter dem Ohr und leiten den Schall über einen Schlauch oder einen externen Hörer ins Ohr. Sie sind leistungsstark und für nahezu alle Hörverluste geeignet.
Im-Ohr-Hörgerät (IdO)
Diese Geräte sitzen direkt im Gehörgang oder in der Ohrmuschel und sind unauffälliger als HdO-Geräte.
Knochenleitungs-Hörgerät
Diese Geräte leiten den Schall über Vibrationen direkt an den Schädelknochen und umgehen das Mittelohr. Sie sind für Menschen mit Schallleitungsschwerhörigkeit oder fehlendem Gehörgang geeignet.
Cochlea-Implantat (CI)
Für Menschen mit hochgradigem Hörverlust oder Taubheit. Sie umgehen das Innenohr und stimulieren direkt den Hörnerv mit elektrischen Impulsen.
CROS- und BiCROS-Hörgeräte
Für Menschen mit einseitiger Taubheit: CROS-Hörgerät überträgt Schall vom tauben Ohr zum hörenden Ohr. BiCROS-Hörgerät nutzt zusätzlich eine Verstärkung für das hörende Ohr, falls dort auch eine Hörminderung besteht.
Ob eine Hörhilfe das normale Hören vollständig wiederherstellen kann, hängt von mehreren Faktoren ab:
Art und Grad des Hörverlusts
Leichter bis mittlerer Hörverlust: Ein Hörgerät kann oft eine nahezu normale Hörwahrnehmung ermöglichen.
Schwerer bis hochgradiger Hörverlust: Die Sprachverständlichkeit kann deutlich verbessert werden, aber das Hören bleibt anders als bei normalhörenden Menschen.
Gehörlosigkeit oder hochgradige Innenohrschwerhörigkeit: Cochlea-Implantate können eine Wahrnehmung von Geräuschen und Sprache ermöglichen, aber das natürliche Hören wird nicht vollständig wiederhergestellt.
Funktionsweise von Hörhilfen
Hörgeräte und Cochlea-Implantate verstärken oder ersetzen das Hören, aber sie liefern keine exakt gleiche Klangqualität wie natürliches Hören. Manche Geräusche können sich künstlich oder metallisch anhören.
Anpassung und Gewöhnung
Das Gehirn muss sich oft an die neue Klangverarbeitung gewöhnen.
Die Sprachverständlichkeit verbessert sich mit der Zeit, insbesondere mit Hörtraining oder auch mit Hörtraining und Lippenlesen,
Besonders bei hochgradigem Hörverlust kann es schwieriger sein, komplexe Klangmuster oder Stimmen in lauter Umgebung zu verstehen.
Schlussfolgerung
Hörhilfen können das Hören deutlich verbessern, aber sie stellen das natürliche Gehör in den meisten Fällen nicht vollständig wieder her. Dennoch ermöglichen sie eine bessere Kommunikation, Orientierung und Lebensqualität.
Die Pflege deiner Hörgeräte ist wichtig, um ihre Lebensdauer zu verlängern und eine optimale Klangqualität zu gewährleisten. Hier sind einige Tipps zur richtigen Pflege:
Tägliche Reinigung:
Vermeide Feuchtigkeit:
Spezielle Reinigungsmittel:
Filterwechsel:
Professionelle Reinigung:
Denke daran, dass jeder Hörgerätetyp individuelle Pflegeanforderungen hat. Wenn du unsicher bist, frage deinen Hörakustiker um Rat!
Damit Hörgeräte und Cochlea-Implantate zuverlässig funktionieren, ist es wichtig, die Batterien rechtzeitig zu wechseln oder aufzuladen.
Hörgeräte-Batterien
Es gibt zwei Hauptarten von Batterien: Zink-Luft Batterien und wiederaufladbare Batterien.
Anzeichen für einen notwendigen Batteriewechsel:
Das Hörgerät gibt Warntöne oder Sprachmeldungen aus.
Der Klang wird leiser oder verzerrt.
Das Hörgerät schaltet sich unerwartet aus.
Tipp: Immer Ersatzbatterien dabeihaben oder das Ladegerät nutzen.
Cochlea-Implantat-Batterien
Akkus (wiederaufladbar) halten je nach Modell zwischen 8 und 30 Stunden und müssen regelmäßig aufgeladen werden.
Einwegbatterien (Silber-Zink oder spezielle Cochlea-Implantat-Batterien) halten oft 1–3 Tage.
Tipp: Immer eine Ersatzbatterie oder einen geladenen Akku dabeihaben, besonders unterwegs.